KI-Verordnung · Pflichten & Selbstcheck

Der AI Act gilt. Zwei Ihrer Pflichten laufen bereits, die Aufsicht läuft seit Ende Juli 2026.

Seit Februar 2025 müssen Unternehmen, deren Beschäftigte KI einsetzen, deren Kompetenz nachweisbar sicherstellen. Seit dem 29. Juli 2026 ist die Bundesnetzagentur deutsche Marktüberwachungsbehörde, samt zentraler Beschwerdestelle, und ab dem 2. August 2026 kommen Kennzeichnungspflichten hinzu. Was oft untergeht: Das betrifft nicht KI-Firmen, sondern jedes Unternehmen, in dem mit ChatGPT, Copilot oder Branchen-KI gearbeitet wird.

Eine Person ordnet Schulung, KI-Einsatz und Aufsicht in einer Prüfliste ein.
Illustration: Provehor · mit KI über Higgsfield erstellt.

Was wann gilt (Stand: 15.10.2026, nach dem Digital Omnibus)

seit 02.02.2025
KI-Kompetenzpflicht (Art. 4): Beschäftigte, die KI nutzen, müssen geschult sein, rollenbezogen und dokumentiert. Die Bundesnetzagentur empfiehlt nachweisfähige Dokumentation von Konzept bis Lernerfolgskontrolle.
ab 02.08.2026
Transparenzpflichten (Art. 50): Chatbots müssen sich als KI zu erkennen geben, KI-erzeugte Inhalte sind zu kennzeichnen. Bereits seit 29.07.2026 läuft die Marktüberwachung durch die Bundesnetzagentur mit zentraler Beschwerdestelle (KI-Marktüberwachungs- und Innovationsförderungsgesetz, KI-MIG, vom 22.07.2026, BGBl. 2026 I Nr. 223).
ab 02.12.2027
Hochrisiko-Pflichten für Systeme nach Anhang III (u. a. Personalauswahl, Bildungsbewertung, Kreditvergabe). Der Digital Omnibus hat diesen Block verschoben, nicht abgeschafft. Was das für Bildungsanbieter heißt: AI Act Hochrisiko Bildung.
ab 02.08.2028
Hochrisiko-Pflichten für KI als Sicherheitsbauteil von Produkten (Anhang I).

Kurz gesagt: Das Große hat Zeit bis Ende 2027. Schulungsnachweis und Kennzeichnung haben keine.

In 90 Sekunden erklärt

Dieses Video wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt.

Selbstcheck: Wo steht Ihr Unternehmen?

Zehn Fragen, etwa fünf Minuten. Ihre Antworten verlassen Ihren Browser nicht, es gibt kein Formular und keine Speicherung.

1. Nutzen Beschäftigte in Ihrem Unternehmen KI-Werkzeuge? Zählen Sie auch Einzelfälle und KI-Funktionen in bestehender Software mit (Copilot in Office, Übersetzer, Transkription).

2. Haben alle diese Personen eine KI-Schulung erhalten, die technische, rechtliche und Risiko-Aspekte abdeckt?

3. Könnten Sie einer Behörde morgen Schulungskonzept, Teilnehmerlisten und Lernerfolgskontrollen vorlegen?

4. Gibt es eine schriftliche KI-Richtlinie: welche Tools erlaubt sind, was nie eingegeben werden darf, wer neue Tools freigibt?

5. Führen Sie ein aktuelles Verzeichnis aller eingesetzten KI-Systeme?

6. Falls Sie einen Chatbot oder Sprachassistenten mit Kundenkontakt betreiben: Gibt er sich eindeutig als KI zu erkennen?

7. Kennzeichnen Sie veröffentlichte Inhalte, die wesentlich von KI erzeugt wurden, wo das ab August verlangt ist?

8. Ist vertraglich sichergestellt, dass Ihre Eingaben bei den KI-Anbietern nicht zum Modelltraining verwendet werden?

9. Sind Ihre KI-Tools im Verarbeitungsverzeichnis erfasst und mit Auftragsverarbeitungsverträgen unterlegt?

10. Haben Sie einen Überblick, wo im Haus KI inoffiziell oder über Privat-Konten genutzt wird?

0 / 10 beantwortet

Der Selbstcheck ersetzt keine Einzelfallprüfung. Er zeigt, ob Handlungsbedarf besteht.

Den ganzen Leitfaden als PDF

AI-Act-Kompass für den Mittelstand 2026

Vier Seiten Klartext: die zwei Pflichten, die jetzt gelten, die Fristen im Überblick, die drei häufigsten Irrtümer und eine 10-Punkte-Checkliste für die behördenfeste Dokumentation. Kostenlos, ohne Verkaufsgespräch.

Der komplette Nachweis, zum Festpreis

Wir nennen Preise offen, weil Sie kalkulieren können sollen. Alle Pakete werden auf Ihre tatsächlich eingesetzten Tools zugeschnitten und remote geliefert.

Schulung

KI-Kompetenz-Schulung

1.490 € netto, bis 15 Teilnehmende

Zwei Live-Einheiten, rollenbasiert, mit Lernerfolgskontrolle, Teilnahmezertifikaten und der Dokumentation, die die Bundesnetzagentur empfiehlt.

Bestandsaufnahme

KI-Compliance-Check

1.900 € netto, bis 50 Beschäftigte

KI-Inventar, Risiko-Einordnung je System, Lücken-Report gegen die geltenden Pflichten, priorisierter Maßnahmenplan. Ergebnis in 5 Werktagen.

Komplett

AI-Act-Ready-Paket

4.900 € netto, bis 50 Beschäftigte

Check und Schulung inklusive, dazu KI-Richtlinie, Kennzeichnungs-Umsetzung, Datenschutz-Verzahnung und die behördenfeste Nachweismappe. In 3 Wochen.

Laufend

Compliance-Begleitung

ab 249 € netto monatlich

Rechts-Updates fürs Management, Schulung neuer Mitarbeitender, Pflege von Register und Richtlinie, jährliche Auffrischung. Die Rechtslage bleibt in Bewegung, Ihr Nachweis bleibt aktuell.

Warum Provehor

Pilotkunde Nummer eins waren wir selbst

Bevor wir das erste Unternehmen durch die Pflichten der KI-Verordnung begleitet haben, haben wir unser eigenes Verfahren an uns selbst angewendet. Vollständig, mit denselben Dokumenten, die auch Sie bekommen, und ohne die unbequemen Stellen auszulassen. Dreizehn Einträge im KI-Inventar, eine einzige echte Lücke zum Stichtag, ein Fall, der ehrlich strittig blieb und als Zweifelsfall dokumentiert ist.

Die Fallstudie lesen: wie der Check abläuft und was am Ende im Ordner liegt

Kostenloses Webinar: „AI Act Klartext. Was bis zum 2. August wirklich Pflicht ist, und was nicht."
Mittwoch, 22. Juli, 11:00 Uhr, oder Montag, 27. Juli, 11:00 Uhr, je 45 Minuten, online.
Termin

Lieber formlos? Eine Mail an kontakt@provehor.com mit dem Stichwort „Webinar" genügt auch.

Sie möchten direkt wissen, wo Sie stehen? Schreiben Sie uns für ein kostenloses Erstgespräch, 20 Minuten, online. Sie erhalten eine ehrliche Einschätzung, auch wenn danach kein Auftrag entsteht.

Ihr nächster Schritt

Ihren KI-Einsatz praktisch organisieren

Welche KI-Anwendungen nutzen Sie, und wo fehlen Übersicht oder Dokumentation? Wir besprechen die technische und organisatorische Umsetzung. Das ersetzt keine Rechtsberatung.

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