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Wenn die KI ausfällt: Einen brauchbaren Ersatzweg planen

Ein Ersatzweg legt fest, wie ein Vorgang weiterbearbeitet wird, wenn die KI-Unterstützung ausfällt oder keine brauchbare Antwort liefert. Dabei müssen bereits erfolgte Schritte und offene Aufgaben sichtbar bleiben.

Beim Ausfall einer KI-Funktion wird ein Vorgang zur vorgesehenen manuellen Bearbeitung weitergegeben.
Illustration: Provehor · mit KI über Higgsfield erstellt.

Den konkreten Ausfall betrachten

Ein Modell ist nicht erreichbar, eine Datenquelle fehlt oder ein Ergebnis ist fachlich unklar. Diese Situationen können unterschiedliche Reaktionen erfordern.

Bei einer vorübergehenden Störung kann Warten sinnvoll sein. Wenn eine benötigte Information grundsätzlich fehlt, hilft ein erneuter Versuch möglicherweise nicht. Der Ablauf sollte diese Fälle soweit möglich unterscheiden und verständlich anzeigen.

Die manuelle Bearbeitung vorbereiten

Für eine Übergabe benötigt die zuständige Person den ursprünglichen Vorgang, bereits bestätigte Teilergebnisse und den Grund der Unterbrechung. Eine technische Fehlermeldung allein reicht dafür selten aus.

Das Google-SRE-Kapitel zu Servicezielen richtet den Blick auf die für Nutzer relevante Zuverlässigkeit. Im betrieblichen KI-Projekt zählt dazu auch, ob die Arbeit bei einem Ausfall sinnvoll fortgesetzt werden kann.

Ein fiktiver Ersatzweg

Eine Anfrage kann nicht automatisch vorbereitet werden. Sie erscheint in der gewohnten Arbeitsliste mit dem Hinweis, dass noch kein Entwurf vorliegt. Die Bearbeitung erfolgt anschließend manuell und wird als solche abgeschlossen.

Wenn die KI später wieder verfügbar ist, darf sie diesen erledigten Vorgang nicht erneut bearbeiten. Der Abschlussstatus muss deshalb auch vom automatisierten Ablauf berücksichtigt werden.

Den Ersatzweg praktisch erproben

Simulieren Sie einen Ausfall mit einem normalen und einem bereits teilweise bearbeiteten Vorgang. Prüfen Sie, ob die zuständige Person den nächsten Schritt ohne besondere Entwicklerkenntnisse erkennt.

Beobachten Sie auch, ob der Ersatzweg bei höherem Arbeitsaufkommen noch tragfähig wäre. Ein einzelner manuell lösbarer Fall belegt nicht, dass ein längerer Ausfall ohne Rückstau bewältigt werden kann.

Vereinbaren Sie, wann vom Ersatzweg zurückgewechselt wird und wer die offenen Fälle abgleicht. Bei Forward Deployment gehört diese Übergabe zum Verständnis des tatsächlichen Arbeitsablaufs. Sie sollte vor der breiten Nutzung geklärt werden, statt erst während einer Störung improvisiert zu entstehen.

Quellen und weiterführende Grundlagen

Über den Autor

Julian Süllner hat Provehor gegründet und führt das Unternehmen als Geschäftsführer. Er verantwortet Produktentwicklung, Kundenprojekte und die Ratgeber auf dieser Website.

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