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Eine KI-Schulung mit Aufgaben aus dem Arbeitsalltag gestalten

Eine praktische KI-Schulung sollte an einer Tätigkeit zeigen, wie ein Arbeitsauftrag formuliert und das Ergebnis geprüft wird. Das bloße Vorführen beeindruckender Antworten reicht dafür nicht aus.

Drei Übungssituationen zeigen Quellenprüfung, Datenbegrenzung und Kontrolle von KI-Ergebnissen.
Illustration: Provehor · mit KI über Higgsfield erstellt.

Eine beobachtbare Fähigkeit als Ziel wählen

„Die Teilnehmenden kennen KI“ ist schwer zu überprüfen. Konkreter wäre: Sie können eine Anfrage strukturiert aufbereiten und erkennen dabei fehlende oder erfundene Angaben.

Wählen Sie eine Aufgabe, die im Unternehmen tatsächlich vorkommt und im verfügbaren Zeitrahmen bearbeitet werden kann. Für die Übung eignen sich vorbereitete Beispieldaten, die keine unnötigen vertraulichen Informationen enthalten.

Eine erste Bearbeitung selbst durchführen lassen

Geben Sie eine kurze fiktive Anfrage mit einer bewusst offenen Frage aus. Die Teilnehmenden formulieren einen Arbeitsauftrag, betrachten die Ausgabe und vergleichen sie mit dem Ausgangstext.

Die Schulungsleitung sollte nicht jede Unsicherheit sofort auflösen. Rückfragen und unterschiedliche Ergebnisse zeigen, an welchen Stellen Auftrag oder Prüfkriterien noch unklar sind.

Eine fehlerhafte Ausgabe gezielt untersuchen

Bereiten Sie zusätzlich ein Beispiel vor, in dem die KI einen nicht genannten Termin ergänzt hat. Lassen Sie die Gruppe die betreffende Aussage markieren und begründen, warum sie nicht belegt ist.

Dieser Schritt kann auch mit einer vorab erstellten Ausgabe stattfinden. So hängt die Übung nicht davon ab, ob das eingesetzte System während der Veranstaltung zufällig genau diesen Fehler erzeugt.

Die Verbesserung an einem neuen Fall prüfen

Nach der Besprechung überarbeiten die Teilnehmenden ihre Vorlage. Anschließend bearbeiten sie eine andere Anfrage, etwa mit zwei widersprüchlichen Terminen. Damit wird sichtbar, ob sie das Prinzip auf eine neue Situation übertragen können.

Die Carnegie Mellon University beschreibt die Abstimmung von Lernzielen, Lehraktivitäten und Prüfung. Die konkrete Übungsfolge hier ist ein Vorschlag für den betrieblichen Alltag.

Ein verwendbares Arbeitsmittel mitgeben

Zum Abschluss sollte eine kurze Vorlage mit Prüfhinweisen vorliegen. Dazu gehören der erlaubte Einsatzbereich, der Umgang mit fehlenden Angaben und eine zuständige Ansprechperson bei Unsicherheit.

Erheben Sie nach der Schulung, welche Fragen bei der tatsächlichen Nutzung auftreten. Eine erfolgreiche Übung zeigt zunächst die dort beobachtete Leistung. Sie belegt weder die sichere Beherrschung aller KI-Anwendungen noch automatisch die Erfüllung rechtlicher Schulungspflichten. Weitere Inhalte müssen sich nach den konkreten Aufgaben richten.

Quellen und weiterführende Grundlagen

Über den Autor

Julian Süllner hat Provehor gegründet und führt das Unternehmen als Geschäftsführer. Er verantwortet Produktentwicklung, Kundenprojekte und die Ratgeber auf dieser Website.

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