Der Arbeitsablauf ist der Ausgangspunkt
Ein Unternehmen möchte eingehende Anfragen schneller bearbeiten. Im Gespräch klingt die Aufgabe einfach: Nachricht lesen, Informationen übernehmen, Antwort vorbereiten. Erst beim gemeinsamen Durchgehen zeigt sich, dass manche Anfragen mehrere Standorte betreffen und die Kundennummer häufig fehlt.
Bei Forward Deployment fließen solche Beobachtungen direkt in die Entwicklung ein. Die umsetzende Person arbeitet mit den Menschen zusammen, die den Vorgang kennen und das spätere Ergebnis verwenden. Wie häufig dies vor Ort geschieht, wird im Projekt vereinbart.
Was hinter dem englischen Begriff steckt
Palantir beschreibt die Rolle seiner Forward Deployed Software Engineers über technische und operative Ergebnisse beim Kunden. Offizielle Rollenbeschreibung. Daraus folgt keine einheitliche Leistungsbeschreibung für jeden Anbieter, der diesen Begriff verwendet.
Für einen Auftrag sind deshalb konkrete Zusagen wichtiger als der Titel: Wer untersucht den Ablauf? Wer baut die Anbindung? Wer bestätigt das Ergebnis? Und wer betreut die Lösung nach dem vereinbarten Entwicklungsabschnitt?
Welche Ergebnisse greifbar sein sollten
Ein erster Abschnitt kann eine funktionierende Bearbeitung eines begrenzten Vorgangstyps liefern. Dazu gehören Beispieldaten, nachvollziehbare Prüfungen und ein verständlicher Umgang mit Fällen, die das System noch nicht unterstützt.
Im fiktiven Anfragebeispiel könnte die erste Fassung nur vollständig zuordenbare Bestandskundenanfragen vorbereiten. Unbekannte Absender gehen in eine Prüfliste. Das Team kann anschließend entscheiden, ob der nächste Abschnitt die Zuordnung verbessern oder einen anderen Engpass bearbeiten soll.
Wie Provehor den Ansatz verwendet
Provehor beschreibt seine Arbeitsweise als gemeinsame Entwicklung an konkreten Vorgängen. Ein Beispieldokument und der heutige Ablauf bilden die Grundlage für einen abgegrenzten Auftrag. Der Lieferumfang wird für diesen Abschnitt festgelegt.
Forward Deployment verspricht weder eine bestimmte Technologie noch unbegrenzte Verfügbarkeit. Es verlangt vielmehr, dass fachliche Entscheidungen, technische Umsetzung und spätere Nutzung zusammen betrachtet werden. Vor einer Beauftragung sollten deshalb auch Betrieb, Übergabe und die benötigte Mitarbeit des Kunden geklärt sein.
Quellen und weiterführende Grundlagen
Über den Autor
Julian Süllner hat Provehor gegründet und führt das Unternehmen als Geschäftsführer. Er verantwortet Produktentwicklung, Kundenprojekte und die Ratgeber auf dieser Website.