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KI-Agenten unterbrechen und zuverlässig fortsetzen

Ein mehrstufiger KI-Ablauf braucht einen nachvollziehbaren Zustand, wenn er unterbrochen und später fortgesetzt werden soll. Dabei muss klar sein, welche Aktionen bereits wirksam ausgeführt wurden.

Bearbeitungsstände werden gespeichert und bei der Fortsetzung eines Agentenablaufs wieder aufgenommen.
Illustration: Provehor · mit KI über Higgsfield erstellt.

Ein Gesprächsverlauf ist nicht der ganze Zustand

Ein Agent hat einen Datensatz gelesen, einen Entwurf vorbereitet und wartet auf Freigabe. Im Chat steht vielleicht nur, dass die Bearbeitung läuft. Für die Fortsetzung werden jedoch Vorgangskennung, verwendeter Datenstand und offene Entscheidung benötigt.

Wird der Ablauf neu gestartet, darf er bereits ausgeführte Änderungen nicht unbemerkt wiederholen. Ebenso muss er erkennen, wenn der zugrunde liegende Vorgang inzwischen anders bearbeitet wurde.

Zwischenstände gezielt speichern

Die LangGraph-Dokumentation zur Persistenz beschreibt gespeicherte Zwischenstände. Ob ein bestimmter Aufbau die benötigte Wiederaufnahme ermöglicht, hängt von seiner konkreten Umsetzung ab.

Definieren Sie die fachlich relevanten Zustände, etwa „vorbereitet“, „wartet auf Freigabe“ und „im Zielsystem bestätigt“. Eine allgemeine Markierung „fertig“ ist zu ungenau, wenn mehrere Wirkungen möglich sind.

Eine Unterbrechung als Prüffall verwenden

Fiktives Beispiel: Der Entwurf wurde gespeichert, die Bestätigung des Zielsystems geht jedoch verloren. Nach dem Neustart muss der Ablauf zuerst klären, ob der Entwurf bereits existiert.

Der Test sollte an verschiedenen Stellen unterbrechen: vor der Aktion, während der Rückmeldung und nach deren Bestätigung. So wird sichtbar, ob Wiederaufnahme und tatsächlicher Zustand zusammenpassen.

Alte Freigaben nicht unbegrenzt weiterverwenden

Eine Freigabe kann sich auf einen bestimmten Datenstand beziehen. Wenn dieser veraltet ist, muss vor der Ausführung erneut geprüft werden, ob die Aktion noch passt.

Auch gespeicherte Zwischenstände benötigen geregelte Zugriffe und Aufbewahrung. Sie können Inhalte enthalten, die im normalen Ergebnis nicht sichtbar sind. Legen Sie fest, wer sie einsehen und für eine Fehleranalyse verwenden darf.

Für den Betrieb sollte eine zuständige Person erkennen können, wo ein Vorgang wartet und wie er kontrolliert fortgesetzt wird. Eine technisch gespeicherte Sitzung allein schafft diese Verständlichkeit noch nicht.

Quellen und weiterführende Grundlagen

Über den Autor

Julian Süllner hat Provehor gegründet und führt das Unternehmen als Geschäftsführer. Er verantwortet Produktentwicklung, Kundenprojekte und die Ratgeber auf dieser Website.

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