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Discovery-Workshop für KI: Ein Vorgang auf dem Prüfstand

Ein Discovery-Workshop sollte klären, welche Aufgabe umgesetzt werden kann und welche Annahmen vorher geprüft werden müssen. Sein Ergebnis ist eine belastbare Grundlage für den nächsten Abschnitt.

Ein Team untersucht Dokumente und Prozessschritte in einem gemeinsamen Workshop.
Illustration: Provehor · mit KI über Higgsfield erstellt.

Eine Entscheidungsfrage für den Termin wählen

Ein Workshop wird schnell zu einer Sammlung möglicher KI-Ideen. Wenn bereits ein Vorgang im Fokus steht, ist eine engere Frage hilfreicher: Können wir dessen Vorbereitung mit den verfügbaren Daten und Zugängen sinnvoll unterstützen?

Diese Frage begrenzt die Unterlagen und die benötigten Teilnehmer. Die Person, die den Vorgang täglich bearbeitet, sollte ebenso beitragen können wie jemand, der fachliche Regeln bestätigen darf.

Einen Fall gemeinsam bis zum Ende verfolgen

Beginnen Sie beim Eingang und gehen Sie jede relevante Entscheidung durch. Halten Sie fest, welche Information an welcher Stelle gebraucht wird und wo sie herkommt.

Die Methode knüpft an die im GOV.UK Service Manual beschriebene Kontextbeobachtung an. Der folgende Ablauf ist ein praktischer Workshopvorschlag für Unternehmen, keine dort vorgeschriebene Agenda.

Unsicherheiten von Wünschen trennen

„Die Kundennummer fehlt manchmal“ ist eine beobachtete Schwierigkeit. „Die KI erkennt jeden Kunden automatisch“ ist zunächst ein Wunsch. Daraus sollte eine prüfbare Frage entstehen: Welche vorhandenen Angaben ermöglichen eine eindeutige Zuordnung?

Notieren Sie zu jeder offenen Annahme einen möglichen Prüfschritt. Wenn mehrere Systeme dieselbe Information unterschiedlich führen, muss beispielsweise zuerst geklärt werden, welcher Stand maßgeblich ist.

Ein verwendbares Ergebnis sichern

Am Ende sollten der untersuchte Vorgang, die relevanten Beispiele und ein Vorschlag für den ersten Abschnitt vorliegen. Ausnahmen und noch ungeprüfte technische Voraussetzungen bleiben ausdrücklich sichtbar.

Fiktives Ergebnis: Ein interner Antwortentwurf ist möglich, eine automatische Buchung wird zunächst ausgenommen. Vor einem Angebot muss noch der Zugriff auf den Produktkatalog geprüft werden.

Der Workshop sollte keine Sicherheit vortäuschen, die erst durch Umsetzung und Tests entstehen kann. Sein Nutzen liegt darin, die nächste Investition genauer zu begrenzen. Vereinbaren Sie, wer die offenen Punkte klärt und wann über den anschließenden Auftrag entschieden wird.

Quellen und weiterführende Grundlagen

Über den Autor

Julian Süllner hat Provehor gegründet und führt das Unternehmen als Geschäftsführer. Er verantwortet Produktentwicklung, Kundenprojekte und die Ratgeber auf dieser Website.

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